Ihre Experten für partizipative Prozesse und Konfliktmanagement im Umweltbereich und der Regionalentwicklung.

INGENIEURBÜRO EVA-MARIA CATTOEN

Mag. Mag. Ökologie & Zoologie und Mediatorin (i.Ausb.)

Leistung: Prozessbegleitung, Moderation, Beratung
Periode: 2020
Für: elmauer institute Tirol
Web: mehr Infos
Thema: Managementplan für Wildflüsse, Besucherlenkung, Einbindung von regionalen Akteuren

Erstellung eines Managementplans inklusive Besucherlenkung für die alpinen Wildflüsse im Naturpark Karwendel

 

PROJEKTBESCHREIBUNG

Die Gebirgsflüsse Iller, Lech, Loisach, Ammer, Isar, Rißbach und Tiroler Achen sowie deren Nebenflüsse haben grenzüberschreitende Einzugsgebiete und zeichnen sich durch besonders naturnahe Lebensräume und hohe Biodiversität aus. An diesen Flüssen findet sich ein einzigartiges und weitgehend deckungsgleiches Arteninventar. Besonders sensibel sind die Schotter- und Kiesbänke, an denen nach der EU-Vogelschutzrichtlinie geschützte Vogelarten brüten. Zudem handelt es sich hier um Habitate seltener Heuschreckenarten sowie bedrohter Pflanzenarten. 

 

Im Rahmen des grenzübergreifenden Interreg-Projektes „Vielfältiges Leben an unseren Gebirgsflüssen“ (2018 – 2020) setzte sich der Naturpark Karwendel mit seinen Projektpartnern dafür ein, das Konfliktpotential zwischen Naturschutz und Freizeitnutzung an den letzten Wildflüssen zu entschärfen. Trotz unterschiedlicher rechtlicher Rahmenbedingungen soll durch ein koordiniertes, gemeinsames Handeln und Auftreten eine höhere Wirkung erzielt sowie Ausweicheffekte vermieden werden und dadurch die Biodiversität an den Gebirgsflüssen langfristig gestärkt werden.

 

Ein wesentlicher Teil des Interreg-Projekts war es einen Managementplan inklusive Besucherlenkung für die beiden Wildflüsse Obere Isar und Rißbach im Naturpark Karwendel zu erstellen. Die elmauer institute Tirol unter der Leitung von Eva-Maria Cattoen wurden damit beauftragt. Das Ökologische Büro Reutte war Kooperationspartner.

Im Rahmen des Interreg-Projektes AB179 „Vielfältiges Leben an unseren Gebirgsflüssen“ sollte für den Naturpark Karwendel ein Managementplan inklusive Besucherlenkungskonzept für die alpinen Wildflüsse mit besonderer Berücksichtigung von Rißbach und Oberer Isar erstellt werden. 

Aufbauend auf den in den letzten zehn Jahren erhobenen Daten (durch Kartierungen von Mitarbeitern des NP Karwendels, Kartierungen von Fachbüros, in Masterarbeiten gesammelten Daten etc.) über den Ist-Zustand an den alpinen Wildflüssen, die durch Datenbankabfragen ergänzt und ausformuliert wurden, sollten unter Einbeziehung verschiedener Interessenvertretern und in Zusammenarbeit mit regionalen Akteuren konkrete Ziele und Maßnahmen zum Schutz der alpinen Wildflüsse definiert und geplant werden.

Aufbauend auf den in den letzten zehn Jahren erhobenen Daten über den Ist-Zustand an den alpinen Wildflüssen, die durch Datenbankabfragen ergänzt und ausformuliert wurden, wurden von uns konkrete Ziele und Maßnahmen zum Schutz der alpinen Wildflüsse definiert und festgelegt.

Die drei folgenden Arbeitsschritte haben wir dafür geplant und umgesetzt:

  • Ausarbeitung von Fragebögen und Telefoninterviews mit überregionalen Akteuren
  • Organisation und Umsetzung eines internen Workshops mit Mitarbeitern des Naturparks Karwendel und Vertretern der Umweltschutzabteilung vom Land Tiro
  • Organisation und Moderation eines regionalen Workshops mit verschiedenen Interessenvertretern

 

Wir haben dem Naturpark Karwendel eine Vorlage für den Managementplan erstellt, in der Erhaltungs- und Entwicklungsziele für vier Schutzgüter definiert wurden. Für jedes Schutzgut wurden infolge Teilziele gelistet, für die entsprechende Maßnahmen (Maßnahmenkatalog inklusive Zeitplan, Zuständigkeiten und Erfolgskontrolle) entwickelt wurden.

Die Maßnahmen bauen auf den bisherigen Erfahrungen im Naturpark Karwendel auf und leiten sich von den im Zuge der Interviews und Workshops aufgekommenen Ideen sowie von den Autoren eingebrachten Empfehlungen ab.

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