Zahlreiche Teilnehmer*innen aus ganz Tirol, die sich beruflich oder ehrenamtlich mit Biodiversität beschäftigen, nutzten die Gelegenheit, um praxisnahe Methoden kennenzulernen. Ziel der Fortbildung war es, Wege aufzuzeigen, wie die Sorgen, Bedürfnisse und Wünsche unterschiedlicher Interessensgruppen erfolgreich angesprochen und in konstruktive Dialoge überführt werden können.
Als besonders sensibles Fallbeispiel dienten Moore, die als Hotspots der Biodiversität eine zentrale Rolle im Natur- und Klimaschutz einnehmen. Gemeinsam wurde beleuchtet, warum Gespräche mit verschiedenen Stakeholdern – von Landnutzenden bis hin zu Naturschutzakteur*innen – oft herausfordernd sind: Unterschiedliche Erwartungen, emotionale Streitpunkte und Nutzungskonflikte treffen hier unmittelbar aufeinander.
Im Rahmen der Fortbildung führte Eva-Maria Cattoen ein, wie interessenbasierte Kommunikation dabei helfen kann, eigene Anliegen klar zu formulieren, ohne die Perspektiven anderer aus dem Blick zu verlieren. Die Teilnehmer*innen konnten interaktiv in mehreren Übungen die Methoden im Spannungsfeld zwischen „Nützen und Schützen“ testen – und die Frage bearbeiten, wie aus scheinbaren Gegensätzen gemeinsame Lösungsansätze entstehen können.
Ein gelungener Fortbildungstag, der nicht nur Fachwissen vermittelte, sondern auch Raum für Austausch, Reflexion und neue Blickwinkel bot. Vielen Dank an das team der Haus der Begegnung und die Teilnehmer*innen für den spannenden Austausch!
Mehr zur Veranstaltung und zum Projekt „Moore – Wissen und Emotion“:
EU Projekt EZWK Moore – Wissen und Emotion (BA0200264) – Haus der Begegnung